RKI-Information: Herz-Kreislauf-Krankheiten

RKI-Information: Herz-Kreislauf-Krankheiten

Montag, 16. April 2012
Schlagwörter: Diabetes mellitus, Hypertonie, Bluthochdruck, Koronare Herzkrankheit, KHK, Herzerkrankung (ischämisch), Myocardinfarkt, Herzinfarkt, RKI, Robert Koch-Institut, Myokardinfarkt, Zuckerkrankheit, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Venenerkrankungen, Zigarettenkonsum, Bewegungsmangel, Fettstoffwechselstörungen, Dyslipidämie, Dyslipoproteinämie, Apoplex, Schlaganfall, Hirninfarkt, Hirnschlag

Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die häufigsten Todesursachen bei Frauen und Männern in Deutschland. Zudem führen sie nicht selten durch einen vorzeitigen Tod unter 70 Jahren zu einem erheblichen Verlust potenzieller Lebensjahre.

Darüber hinaus verursacht die Gruppe der Herz-Kreislauf-Leiden die insgesamt höchsten Behandlungskosten. Hier schlagen vor allem die sogenannte koronare Herzkrankheit sowie der Schlaganfall zu Buche.

Das Risiko, Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems zu entwickeln, erhöht sich zum Beispiel durch Zigarettenkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel sowie Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und Diabetes mellitus.

Vorkommen

Herz-Kreislauf-Krankheiten sind mit 43 Prozent (Stand 2007) die häufigsten Todesursachen bei Frauen und Männern in Deutschland.

Dazu gehören beispielsweise Bluthochdruck (Hypertonie), Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronare Herzkrankheit, KHK) und Herzinfarkt (Myokardinfarkt), Schlaganfall (Apoplexie) und Venenerkrankungen.

Basierend auf den Daten des BGS98 kann die Verbreitung (Prävalenz) der wichtigsten risikoerhöhenden Eigenschaften wie folgt beschrieben werden:

- Mindestens jeder fünfte 20- bis 49-Jährige Mann ist starker Raucher (Zigarettenkonsum ab 20 Zigaretten pro Tag).

- Fast jede fünfte Person ist extrem übergewichtig (BMI höher als 30).

- 18 Prozent der Männer und Frauen haben einen zu hohen Blutdruck (Blutdruck ab 140/90 mmHg nach WHO-Kriterien).

- Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat erhöhte Cholesterinwerte (über 250 mg/100ml).

Nur bei einem guten Drittel der Befragten traf keine der beschriebenen Eigenschaften zu. Ca. 40 Prozent wiesen einen Risikofaktor auf, bei rund 20 Prozent der Befragten waren es zwei. Dabei zeigte die Verteilung eine starke Abhängigkeit von der sozialen Schicht.

Stand: 13.04.2012

Das Robert-Koch-Institut ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.