Lucentis® jetzt auch bei Kurzsichtigkeit infolge CNV zugelassen

Lucentis® jetzt auch bei Kurzsichtigkeit infolge CNV zugelassen

Mittwoch, 10. Juli 2013
Schlagwörter: Indikationserweiterung, Europäische Kommission, EU-Kommission, Choroidaler Neovaskularisation, CNV, Pathologischer Myopie, Myopic CNV, Kurzsichtigkeit, Immunoglobulin G1, anti-(human, Lucentis Injektionslösung, Novartis Pharma, Ranibizumab, Ranibizumabum

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat Anfang Juli 2013 von der EU-Kommission eine erweiterte Zulassung für Lucentis® (Ranibizumab) erhalten: Das Ophthalmikum darf jetzt auch zur Behandlung einer Sehbehinderung infolge so genannter choroidaler Neovaskularisation (CNV) und pathologischer Myopie (Myopic CNV) eingesetzt werden. Laut Novartis ist CNV die am meisten verbreitete Form von Kurzsichtigkeit (Myopie). Von der pathologischen Myopie sind vor allem Personen unter 50 Jahren betroffen. Bei Nichtbehandlung soll es laut Novartis innerhalb von fünf Jahren zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Sehfähigkeit kommen.

In der zulassungsrelevanten klinischen Studie RADIANCE konnte gezeigt werden, dass mit Lucentis® eine schnellere und bessere Verbesserung der Sehfähigkeit erreicht werden konnte als mit der bisherigen Standardtherapie Visudyne® (Verteporfin).

Ranibizumab ist das Fragment eines humanisierten rekombinanten monoklonalen Antikörpers, das gegen den humanen vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor A (VEGF-A) gerichtet ist. Bisher war Lucentis® zugelassen zur:

- Behandlung der neovaskulären (feuchten) altersabhängigen Makuladegeneration (AMD)

- Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge eines diabetischen Makulaödems (DMÖ)

- Behandlung einer Visusbeeinträchtigung infolge eines Makulaödems aufgrund eines retinalen Venenverschlusses (RVV) (Venenastverschluss oder Zentralvenenverschluss).

Quelle:

www.wallstreet-online.de (Presseerklärung von Novartis vom 5.7.2013)